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  • Fantuzzidino 196s 01

Clubfahrzeug 1967

Fantuzzi Dino 196 S

Baujahr 1967
Chassis Nr. 0703
V6, 1987 ccm, 195 PS
Leergewicht 680 kg
Fantuzzidino 196s 45.

Der restaurierte, vollkommen wieder aufgebaute Fantuzzi Dino 196 S mit dem stolzen Besitzer.

History

Das Vorbild/Originalauto 0740 (LHD) wurde 1958 bei Scaglietti gebaut, mit dem 4-Nockenwellen Dinomotor. Ein Jahr später kam es zu Fantuzzi, der die Carrosserie veränderte und den alten Rennmotor mit 2 Nockenwellen einbaute. Gleichzeitig machte er noch einen zweiten Dino 196 S (RHD) 0776. Dieser wurde von den Brüdern Rodriguez erfolgreich gefahren und existiert heute noch. Das erste Auto (LHD) 0740 wurde nach einem weiteren erfolglosen Jahr zerlegt und vermutlich ausgeschlachtet.

Renneinsätze #0740, LHD, 1959

Datum Rennen Nr. Fahrer Resultat
26.04.1959 Le Mans Test 11 Cabianca/Ramos 2. Platz
03.05.1959 Coppa S. Ambroes 281 Cabianca 1. Platz
24.05.1959 Targa Florio 142 Cabianca/Scarlatti ausgefallen
07.06.1959 1000 km Nürburgring 16 Cabianca/Scarlatti ausgefallen
21.06.1959 24 h Le Mans 23 Cabianca/Scarlatti ausgefallen
23.08.1959 GP Messina 30 Cabianca 2. Platz
05.09.1959 Tourist Trophy 21 Scarlatti/Scarfiotti ausgefallen
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1960 fuhren die Brüder Ricardo und Pedro Rodriguez die Targa Florio mit dem Schwesterauto (0776 RHD) und beendeten das Rennen nach etlichen Zwischenfällen auf der 7. Gesamtposition. Dieses Auto fuhr noch etliche Erfolge ein, existiert heute noch und wird bei historischen Rennen eingesetzt.

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Die Geschichte

Ehemalige Mitarbeiter von Fantuzzi haben 1967 mit Schrottteilen des RHD und «Unfallblechen» auf einem Rohrrahmen für einen speziellen Kunden ein Auto aufgebaut. Der verwendete Dino-Doppelzündungsmotor stammt von 1967 sowie auch das Dino Getriebe. Die Achsen sind vom Alfa Giulia 1966. So entstand 1967 mit der Chassisnummer 0703 die erste Hommage an den 206 S/196 S (0740) von 1958.

Dieser Fantuzzi Dino 196 S wurde bis 1973 gefahren und verschwand dann von der Bildfläche. 2007 tauchte das Auto 0703 wieder auf, wurde dilettantisch restauriert und zum Verkauf angeboten. 2015 erwarb Albert Vicentini dieses Auto und restaurierte es nochmals mit Hilfe von Fachleuten wie Francesco Zoelly, Hans Uhlmann, Max Wetzel und Urs Liechti, nach Original Unterlagen und mit der Unterstützung von Edi Wyss, möglichst hin zum ursprünglichen Zustand. Ende 2019 war die komplette Restauration abgeschlossen und das Auto geprüft, mit Schweizer Papieren registriert, eingelöst und auf der Strasse.

Die Restauration

wurde von 2016 bis 2019 mit erheblichem zeitlichem und finanziellem Aufwand ausgeführt.

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Dino in Europa gekauft und in die Schweiz importiert – die Arbeit kann beginnen.

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Linker Kotflügel, Radausschnitt, Lampenschüssel und Kühleröffnung sind restauriert und ganze Fronthälfte überarbeitet.

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Die rechte Front wird in Arbeit genommen, neugeformte Alubleche müssen eingesetzt werden.

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Auf Symmetrie wird besonders geachtet. Die fast fertige Frontpartie kommt schon gelungen daher.

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Der Boden, die Rückwand sowie die Sitzschalen sind schon gemacht. Doch für das Heckteil steht noch ein langer Weg bevor bis es ausschaut wie auf dem Bild rechts.

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Zuerst werden die Fahrwerks-Aufhängungspunkte genau kontrolliert und geröntgt, dann wird der «Kofferraum» wieder mit dem Boden und den Seitenblechen bestückt.

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Um den Radausschnitt korrekt zu bestimmen muss das Fahrzeug mit Gewichten auf die effektive Fahrzeughöhe gebracht werden. Mit angefertigten Schablonen wird der Rohrrahmen ergänzt.

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen – das Heck vor und nach der Restauration.

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Die Formen für die Plexiglasabdeckungen und von Front- und Seitenscheiben werden erstellt.

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Der Getriebe- und Kardantunnel sind geformt und eingebaut. Jetzt wird der neu gefertigte Kabelbaum eingezogen, damit alles funktioniert und das Cockpit dann schlussendlich aussieht wie auf dem Bild rechts, bei dem der Autosattler bereits gute Arbeit geleistet hat.

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Die fertige Rohcarrosserie lässt schon erahnen wie schön und ausgewogen der Rennsportwagen daher kommt. Ein Meisterwerk der Restauration von unseren Blechkünstlern. Und nun ab zum Maler.

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Die Carrosserie wird in 8 Arbeitsgängen, Haftgrund, Füller spritzen, nachschleifen, in Schichten die Farbe auftragen und mit Decklack anschliessend versiegelt.

Während der Spengler- und Malerarbeiten wurden auch Motor, Getriebe, Bremsen und Aufhängungsteile revidiert, neu angefertigt oder verbessert.

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Die Kolben für diesen Rennmotor wurden speziell angefertigt.

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Die gespritzte Carrosserie wird nun wieder mit Motor, Getriebe etc. bestückt und die Embleme und Schriftzüge platziert.

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Dann werden die restaurierten Aufhängungen der Vorder- und Hinterachse montiert.

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Der Dino steht im neuen Glanz da und darf bewundert werden!

Zum krönenden Abschluss wird der Dino 196 S noch von Michel Zumbrunn und Urs Schmid im Fotostudio perfekt ausgeleuchtet und in Szene gesetzt.

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Die erste internationale Ausfahrt mit dem Dino führt während einer Rally von Paris auf die historische, berühmte Rennstrecke von Reims. Der Kreis schliesst sich.

Technische Daten

Hersteller Fantuzzi
Marke Fantuzzi
Modell Dino196 S
Jahr 1967
Stamm Nr. 520.235.486
Carrosserie Barchetta, 2 Plätze
Farbe Rot
Chassis Nr. 0703
Motor (Ferrari 206) 135 BS 000, V6, 1987 ccm, 195 PS, Bohrung/Hub: 86/57, Double Ignition, Masse Länge/Breite/Höhe:, 380 cm/145 cm/105 cm
Radstand 2243 mm
Spur V/H 1225 mm/1285 mm
Reifengrösse 185/80 R 15
Gewicht Leer, 680 kg

Restauriert 2016–2019

Carrosserie Urs Liechti / Max Wetzel Volketswil
Motor Francesco Zoelly, Regensdorf
Mechanik Vonesch Mechanik
Elektrik Würgler AG
Lackierung René Sahli, Aesch
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